Rucksack einstellen - so geht's! Inkl. Backpacking Tipps

Viel zu oft macht man sich zwar ausreichend Gedanken darüber, was man auf eine Wanderung oder Trekkingtour mitnimmt, folgt gewissenhaft einer Backpacker Packliste, schnallt sich anschließend jedoch einfach den Rucksack um und schon geht's los. Diesen schmerzhaften Fehler bemerkt man unweigerlich in den folgenden Tagen. Fehlendes oder falsches Anpassen des Rucksackes führt nicht nur zu leichten bis höllischen Qualen, sondern kann auch eine langfristige Schädigung der Wirbelsäule zur Folge haben.

Rucksack richtig einstellen

Um deine Reise schmerzfrei genießen zu können, musst du nur deinen Rucksack richtig einstellen. Dies hat eine Gewichtsverteilung zur Folge, sodass die Last nicht vom Rücken, sondern von der Hüfte und den Schultern getragen wird.

Im outdoorer Blog wird ebenfalls anschaulich gezeigt, worauf beim richtigen Einstellen des Rucksacks zu achten ist.

Im folgenden Video zeigen wir, wie man den Rucksack richtig einstellen kann, um Schmerzen und Schädigen des Körpers zu vermeiden:

Wie muss ein Rucksack sitzen?

Dieses Video zeigt anschaulich, wie dein Rucksack sitzen muss. Aber natürlich fassen wir diese Informationen für dich gerne zusammen und erklären sie Schritt für Schritt:

Erster Schritt: Lösen aller Einstellriemen

Bevor wir mit dem richtigen Einstellen beginnen, müssen zuerst alle Einstellriemen gelöst werden, damit sie danach richtig an den Körper angepasst werden. Unter Einstellriemen versteht man beim Backpack Hüftgurt, Brustgurt, Lastenriemen, Schulterriemen und Stabilisationsriemen.

Zweiter Schritt: Anpassen der Rucksack Rückenlänge

Wenn alle Einstellriemen gelöst sind, wird die Rucksack Rückenlänge an den Körper angepasst. Wichtig ist dabei, dass die Auflagefläche mittig über den Schulterblättern sitzt. Nach Lösen des Klettverschlusses kann diese einfach verschoben und adaptiert werden. Um den Körper nicht zu belasten, darf die Rucksack Rückenlänge nicht zu kurz und nicht zu lang sein. So wird das Gewicht perfekt über den Körper verteilt und eine Belastung der Wirbelsäule beziehungsweise zu großer Druck auf die Schultern vermieden.

Dritter Schritt: Anpassen des Hüftgurts

Der Rucksack wird großteils nicht von den Schultern, sondern der Hüfte getragen, weshalb dieser Schritt besonders wichtig ist. Hierfür muss der Hüftgurt mittig über dem Hüftbein aufliegen. Idealerweise verteilt sich die Last des Backpacks zu 60-70 % auf die Hüfte. Dies schont nicht nur den Körper, sondern fühlt sich auch gleich besser an. Anschließend müssen nur noch die Riemen festgezogen werden und der Hüftgurt ist perfekt angepasst.

Vierter Schritt: Schultergurt straff ziehen

Damit jedoch nicht das gesamte Gewicht auf der Hüfte liegt, empfiehlt es sich, die Schultergurte straff zu ziehen, bis in etwa 30-40 % der Last des Gepäcks auf den Schultern liegen. So wird die Hüfte entlastet und das Gewicht des Backpacks ideal verteilt.

Fünfter Schritt: Einstellen des Brustgurts

Der Brustgurt ermöglicht zusätzliche Stabilität, da somit die Rucksackträger schön mittig auf den Schultern liegen und nicht verrutschen. Hierfür muss der Brustgurt einfach so an die individuellen Vorlieben angepasst werden, dass er gut hält, man jedoch noch unbeschwert einatmen kann. Auch verhindert dieser Schritt, dass man vom Gepäck nach hinten gezogen wird.

Sechster Schritt: Lastenriemen anpassen

Wenn all diese Schritte erledigt wurden, ist der Rucksack schon fast richtig eingestellt. Nun werden noch die Lastenriemen angepasst. Hier sollte der Winkel zwischen 30° und 60° betragen, um eine ideale Lastenverteilung zu gewährleisten.

Siebter Schritt: Stabilisationsriemen

Für idealen Halt werden abschließend noch die Stabilisationsriemen optimiert. Voilà: Rucksack richtig einstellen - so einfach geht's!

Rucksack richtig einstellen – Überblick:

 

Rucksack richtig packen – Backpacking Tipps

Backpacking Tipp #1: Richtige Verteilung der Last

Wenn das gesamte Gewicht auf den Schultern lastet, ist dies nicht nur schmerzhaft, sondern führt auch zu einer Schädigung der Wirbelsäule. Deshalb beträgt die ideale Gewichtsverteilung ca. 30-40 % auf den Schultern und ca. 60-70 % auf der Hüfte. Darum ist nicht nur das richtige Einstellen des Rucksacks, sondern auch die Verteilung des Inhalts von hoher Bedeutung.

Backpacking Tipp #2: Richtige Einstellung im Gelände

Wichtig ist auch, den Backpack an das Gelände angepasst einzustellen. In schwierigem Gelände empfiehlt es sich, den Backpack dicht am Körper zu tragen. In leichtem Gelände hingegen kann der Rucksack auch lockerer eingestellt sein, um einen aufrechteren Gang und zudem eine bessere Belüftung zu ermöglichen.

Backpacking Tipp #3: Wie packe ich meinen Rucksack?

Um den Rucksack richtig packen zu können, muss auf die Gewichtsverteilung geachtet werden. Das geht schon bei der richtigen Backpacker Packliste los. Schweres Gepäck – wie Wasserflaschen und Zelt – sollte möglichst nahe am Rücken eingepackt werden. Mittelschweres Gepäck hingegen – wie Kleidung, Outdoor Geschirr, Cremes, etc. – kann vorne gepackt werden. So sind die Gegenstände jederzeit leicht zugänglich - vor allem bei einem Rucksack mit Frontzugang. Großes, aber leichtes Gepäck – Schlafsack und Isomatte beispielsweise – werden ganz unten im Rucksack aufbewahrt, da sie während der Wanderung oder Trekkingtour nicht benötigt werden und den Zugang zu kleineren Gegenständen erschweren würden. Kleines und leichtes Gepäck, das schnell zur Hand sein soll – wie Smartphone, Taschenmesser und Sonnenbrille -  kann oben verstaut werden. Dies verhindert auch, dass leichtes, kleines Gepäck von schwerem beschädigt wird.

Backpacking Tipp #4: Verlagerung des Schwerpunkts

In schwierigem Gelände sollte der Schwerpunkt des Gepäcks zentral lagern, da der Backpack so näher am Körper liegt und man wendiger ist. In leichtem Gelände kann die Konzentration des Gepäcks etwas höher gelagert sein, was wiederum zu einem angenehmeren Ganggefühl und besserer Belüftung führt.

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